„Hänn ehr se noch all?“ Norbert Schindlers häufig selbstzitierte Art, in internen Gremien und Gesprächsrunden Missbilligung auszudrücken

„Hänn ehr se noch all?“ Norbert Schindlers häufig selbstzitierte Art, in internen Gremien und Gesprächsrunden Missbilligung auszudrücken

Pro-Ost e.V. Leserbrief an die Rheinpfalz

Dr. Stefan J. Lieberich Battenberg, 12.3.2018
Vorstandsmitglied ;Pro Ost (B271) e.V.

An die Lokalredaktion der Rheinpfalz

Betr: Neue Trasse B271

Bezug: Artikel ; Schindler: Schon gelassener geworden’
Die Rheinpfalz Nr 58, Bad Dürkheimer Zeitung,
Freitag, 9.3.2018

Die in diesem Artikel zitierten Aussagen von Herrn Schindler
können nicht unwidersprochen bleiben:
‚Wie sehen Plus und Minus der persönlichen Bilanz vor Ort im Wahlkreis aus’?
So wird wohl Herr Schindler von der Rheinpfalz befragt.
‚Positiv nennt der Bobenheimer die Fortführung der B271 als neue Weinstr.(trotz des Egoismus in manchen Dörfern)………
Mit dieser Aussage wendet sich der wiedergewählte Präsident der Landwirtschaftkammer RLP gegen seine eigene Klientel, deren Interessen er doch sonst mit hemdsärmeligem Lobbyismus durchzusetzen pflegte
Werden doch durch diese Trasse neben massiven Schäden von Natur und Landschaft wertvolle Weinlagen und Wingerte durch Landverbrauch und Klimaveränderungen zerstört. So ist es dann u.a. die Bauern-u. Winzerschaft der beiden Dörfer Herxheim/Bg u. Kallstadt, die unter den Folgen der neuen Trasse zu leiden haben wird.
Auch der Tourismus in den typischen Weinstrassendörfen wird durch die vom LBM- RLP vorgesehen Trassenführung gefährdet. Für die beiden Dörfer geht es beim Bau der neuen West-Trasse B271 um ihre Existenz als wirtschaftlich gesunde u. für den Tourismus attraktive Weinanbauorte.
In diesem Zusammenhang von ‚Egosismus in manchen Dörfern’ zu sprechen, kann deshalb nur als Widerspruch zu seinem Amt als Präsident der Landwirtschaftskammer RLP u. als Unterstützung der nach seiner Ansicht offenbar altruistisch agierenden Organisationen Ungstein 21 u. Forum Weinstr. gedeutet werden.
Ein weitere Aspekt der ‚positiven Bilanz’ von Herrn Schindler sei die ‚Fortführung der B271 als neue Weinstr.…..’
Dass Herr Schindler die augenblicklichen Fakten ignoriert, kann entweder an mangelnder Information liegen oder der Absicht, der Bevölkerung falsche Tatsachen zu verkünden, die
suggerieren sollen, weiterer Widerstand gegen die West-Trasse sei angesichts der Beschlußlage sinnlos.
Am 15.11. musste der LBM bei einer Diskussionsveranstaltung im Dürkheimer WHG zugeben, dass die so gerne als beschlossen bezeichnete Südtrasse der B271 zwischen Bad Dürkheim und Kallstadt vom zuständigen Bundesverkehrsministerium keineswegs
genehmigt worden ist. Diese, das Geld für die Trasse zuteilende Behörde hatte deutliche Bedenken gegen den Planvorschlag des LBM in diesem Abschnitt geäußert.
Der sich daran anschließende, mittlere Bauabschnitt von Kallstadt über Herxheim/Bg nach Dackenheim ist lt. Angaben des LBM noch nicht einmal richtig durchgeplant. Geologische, naturrechtliche und klimatische Explorationen, die als Grundvoraussetzung für solide Strassenplanungen gelten, sind weder vollständig begonnen noch abschließend bewertet worden.
Dann von einer quasi sicheren Fortführung der Westtrasse B271 –gegen den berechtigten Widerstand der beiden betroffenen Gemeinden- zu sprechen, wie dies Herr Schindler in dem o.a. Artikel ausdrückt, kann nur neudeutsch als ‚Fake-News’ bezeichnet werden.

Von einem sich für die Region und ihre Interessen einsetzenden Politiker kann mehr als die Verbreitung solcher Parolen erwartet werden.

 

 

Link zum Rheinpfalz-Artikel

 

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